Arzneipflanzengarten des Instituts für für Pharmazeutische Biologie der TU Braunschweig

Der Arzneipflanzengarten wurde für die Studierenden der Pharmazie eingerichtet. Hier wird anschaulich und ganzheitlich ein Überblick über die bei uns heimischen sowie bei uns kultivierbaren fremdländischen Arznei- und Giftpflanzen gegeben. Darüber hinaus steht der Garten während seiner Öffnungszeiten allen interessierten Bürgern offen. Auf einer Fläche von etwa 3500 m² sind etwa 200 Arzneipflanzen nach Wirkstoffen geordnet angepflanzt. Jede Pflanze ist mit Namen gekennzeichnet und einfach im Gartenführer zu finden. Der zum Selbststudium gedachte Gartenführer enthält einfache Kurzbeschreibungen über Herkunft, Wirkstoffe und Verwendung jeder im Garten vorhandenen Arzneipflanze. Neben den heute gängigen Arzneipflanzen findet man im Garten modellartig gestaltete historische Gärten mit den in der jeweiligen Zeit beliebten Heilpflanzen. Besonders gekennzeichnet sind aktuelle Arzneipflanzen, die auf Grund ihrer besonderen Wirkstoffe zurzeit besonderes Interesse finden.

Zur Geschichte des Gartens

Die Entstehung des Arzneipflanzengartens begann mit der Vollendung des Pharmaziezentrums Ende 1981. Am Anfang stand die Einzäunung einer etwa 2000 m² großen Fläche wüsten Brachlands. "Meilensteine" in der noch kurzen Geschichte des Gartens waren im Winter 1981/82 die Inbetriebnahme des 200 m² großen Gewächshauses und 1984 der Einbau einer Dränage und die Anlage der Hauptwege. Von da an ging es aufwärts, das Unkraut verschwand und die ersten Arzneipflanzen wurden aus dem Botanischen Garten der TU zu uns umgesiedelt. Weitere Pflanzen aus befreundeten Instituten (Würzburg, Bonn, Münster) und von Wildstandorten kamen hinzu. Heute enthält der Garten mehr als 200 Arznei- und Giftpflanzen.

Historische Gärten

Im Jahre 1990 wurde mit dem modellartigen Aufbau "historischer Gärten" begonnen. Unter dem tatkräftigen Engagement der Pharmaziehistorikerin Dr. Gabriele Wacker entstanden

  • der "Hortulus" des Benediktinerklosters auf der Insel Reichenau, der im 9. nachchristlichen Jahrhundert vom Abt des Klosters, Walahfrid Strabo, angelegt und beschrieben wurde.

  • ein "Wurzgarten" aus der Renaissance auf Grundlage einer französischen Beschreibung aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.

  • der Arzneigarten des Pfarrers Müller aus Stetten bei Stuttgart aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Sein Anleitungsbuch zur Pflege eines Hausgartens blieb weit über seinen Tod hinaus aktuell und wurde bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verlegt.

  • einige Beispiele für Arzneipflanzen aus dem "Apothekergarten" - eine Anleitung zum gewerblichen Anbau von Arzneipflanzen, aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Lageplan

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag: 09.00 - 16.00 Uhr

zusätzlich Mai bis August: Mittwochs 09.00 - 19.00 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Adresse

Arzneipflanzengarten des Instituts für Pharmazeutische Biologie

Technische Universität Braunschweig

Mendelssohnstrasse 1, D-38106 BRAUNSCHWEIG

Telefon: +49 (0)531 391 5680

Fax:  +49 (0)531 391 8104

Email: garten(at)tu-bs.de

Internet: www.ipb-bs.de